Lehrerkollegium vom 16.10.2013 – Punkt 5
 
Das Kollegium war sich dabei bewusst, dass die Lehrerfortbildung ein wichtiges Instrument der Schulentwicklung darstellt, und in diesem Sinne soll die Fortbildung helfen, die folgenden allgemeinen Ziele zu erreichen (vgl. „Leitfaden zur Lehrer-
Fortbildung“, RS des Schulamtsleiters Nr. 27/99):
Ø  die fachspezifischen und interdisziplinären Kenntnisse an den jeweiligen Entwicklungsstand der Wissenschaft anzupassen,
Ø  die didaktischen Kompetenzen zu steigern,
Ø  die Beziehungsfähigkeit, die Kommunikations- und Kooperationsbereitschaft zu steigern,
Ø  sich an der pädagogischen Forschung und didaktischen Erneuerung als Grundlage für die Ausgestaltung der autonomen Schule zu beteiligen.
 
Die Veranstaltungen der schulinternen Lehrerfortbildung (SCHILF) fördern die Entwicklung der einzelnen Schule, indem sie ihrer Eigenheit Rechnung tragen.
                                    
Zielsetzungen dabei sind:
Ø  ein situationsbezogenes und kollegial getragenes Erziehungs- und Bildungskonzept zu entwickeln,
Ø  im gemeinsamen Lernen die zwischenmenschliche Beziehungs- und Kooperationsfähigkeit innerhalb der Gemeinschaft zu verbessern,
Ø  sich als Schulgemeinschaft mit Fragen der Erziehungs- und Bildungsarbeit auseinander zu setzen und dadurch die Handlungsorientierung und Handlungskompetenz zu erweitern.
 
Der Fortbildungsplan der Schule beinhaltet folgende Veranstaltungen:
Ø  die Veranstaltungen der Schule, die das Lehrerkollegium selbst plant und durchführt,
Ø  die Veranstaltungen, die auf Bezirksebene in Zusammenarbeit mit benachbarten Schulen durchgeführt werden,
Ø  die Veranstaltungen aus dem Landesplan der Fortbildung, an denen Lehrpersonen im Auftrag der Schule teilnehmen.
 
Über diese Veranstaltungen gibt die tabellarische Übersicht hinten Auskunft.
Darin sind für die SCHILF- Veranstaltungen auch die gewählten Inhalte, die Schwerpunkte und die vorrangigen Ziele enthalten, die jeweilige Zielgruppe, die Referenten und die Organisatoren, die voraussichtlichen Termine und ggf. die geplanten Folgeveranstaltungen. Einzelne Veranstaltungen richten sich an alle Mitglieder der Schulgemeinschaft(en), entsprechend werden dann bei der Planung und Organisation die jeweiligen Vertretungsorgane einbezogen (z.B. Elternvertreter).
Der organisierende Schulsprengel bestreitet die gesamten Kosten für die eigenen Veranstaltungen. Eine genaue Kostenaufstellung wird dem Schulrat vorgelegt, der für die finanzielle Deckung zuständig ist.
 
Die interne Evaluation der Veranstaltungen soll in Form eines schriftlichen Rückblickes zu Schuljahresende erfolgen, welcher einmal statistische Kriterien enthält (z.B. Teilnehmerzahl), zum anderen ein Feedback zu den durchgeführten Veranstaltungen (Kurzkommentar zu den Inhalten, deren Praxisbezug und Umsetzbarkeit).
 
In Beachtung der geltenden Bestimmungen des neuen Landeskollektivvertrages erstellt jede Lehrperson einen Jahresplan für die persönliche Fortbildung und berücksichtigt dabei den vom Lehrerkollegium genehmigten Jahresplan für die schulinterne Fortbildung. Dieser persönliche Plan kann auch Formen der Selbstfortbildung und von Universitätsstudium beinhalten und wird bezüglich der Auswirkungen auf die didaktische Tätigkeit mit dem Schuldirektor abgesprochen.
Als für alle verbindlich deklarierte SCHILF-Veranstaltungen gelten solche, die im Zusammenhang mit didaktischen Erneuerungen und Reformen stehen. Ansonsten ist die Teilnahme nur für jene Lehrpersonen bindend, die ihre Teilnahme zugesichert haben. Die Anmeldung erfolgt immer beim Schulsprengel, der die entsprechende Fortbildung organisiert. An den Veranstaltungen nehmen in der Regel mindestens 12 Personen teil (Ergänzung LK. Vom 09.10.02 – Punkt 6).
 
Für die schulexterne Fortbildung wählt jede Lehrperson Veranstaltungen aus dem Landesfortbildungsplan gemäß ihren Bedürfnissen und Interessen aus. Darunter sollte zumindest ein fachdidaktischer Kurs sein, wobei zu achten ist, dass im Laufe der Zeit Kurse aus allen Fachbereichen des Lehrers besucht werden. Vorrang haben Veranstaltungen für Fachberater und interessierte Lehrpersonen, die sich als Multiplikatoren in der internen Lehrerfortbildung oder Beratung zur Verfügung stellen. Dementsprechend nehmen auch einige Lehrpersonen im Auftrag der Schule an Veranstaltungen aus dem Landesfortbildungsplan teil.
Jede Teilnahme an einer schulexternen Fortbildung ist vom Direktor zu genehmigen. Für genehmigte und bescheinigte Kursbesuche steht Außendienst- und Spesenvergütung nach den geltenden gesetzlichen Bestimmungen zu, der Antrag auf Vergütung wird im Voraus gestellt. Während der Unterrichtszeiten werden Freistellungen im Rahmen der geltenden Normen vom Direktor genehmigt (bis zu 5 Tage).
 
Bzgl. Des Besuchs von Fortbildungsveranstaltungen außerhalb Südtirols wird auf die einschlägigen gesetzlichen Bestimmungen verwiesen (speziell RS Nr. 27/99, Art. 10, 11, 12, 13 und Anlage).
 
Die genannten quantifizierbaren Fort- und Weiterbildungstätigkeiten werden ergänzt durch die persönliche Fortbildung, die jede Lehrperson individuell und in Eigenverantwortung wahrnimmt und die zur kulturellen und professionellen Bereicherung beiträgt. Sie kann schwer gemessen oder gezählt werden.
 
Wesentliche Aufgaben, die die Planung, Durchführung und Evaluation der Lehrerfortbildung, werden von den Koordinatoren „Beistand und andere Dienstleistungen für Lehrpersonen“ (Bereich B) übernommen.