Die laufende Bewertung der Unterrichtsergebnisse in den einzelnen Klassen und der Schülerleistungen ist gemeinsame Verpflichtung aller für den Unterricht mitverantwortlichen Lehrkräfte. Sie stützt sich auf die
Jahresplanung der Klasse und auf die systematische Beobachtung der Schüler/innen.
 
 
 
Modalitäten und Kriterien der Schülerbewertung:
Bestimmungen und Hinweise:
Die Lehrwelt für alle Kinder ist so zu gestalten, dass sich alle Kinder in ihr wohl fühlen und zugleich -trotz ihrer Verschiedenheit- die ihren Möglichkeiten entsprechenden Lern- und Entwicklungschancen erhalten. Die zentrale Leitidee unserer Bewertung ist demzufolge die individuelle Förderung jedes einzelnen Kindes unter Berücksichtigung der persönlichen Voraussetzungen.
 
Die Schülerbewertung setzt sich folgende Ziele:
·         Die Schülerbewertung ist Teil des kulturellen, erzieherischen und organisatorischen Auftrages der Grund- und Mittelschule, sie orientiert sich am Lehrplan und an der geltenden allgemeinen Schulordnung; sie beruht auf Kriterien der gemeinsamen Verantwortung, der Folgerichtigkeit und der Transparenz.
·         Sie steht in enger Wechselbeziehung zur Planungsarbeit und weist fördernde, bildende und richtungweisende Züge auf, indem sie dazu beiträgt, den Unterricht den Bedürfnissen der Schüler/innen anzupassen.
·         Die Bewertung in der Schule hat die Aufgabe:
1.       die Entwicklung der Schüler/innen im Hinblick auf deren Kenntnisse und grundlegenden Fertigkeiten, die der Lehrplan vorschreibt, systematisch zu erheben, wobei auf die Qualität der Lernprozesse und der beobachtbaren Fortschritte der Persönlichkeitsbildung bei jedem/r Schüler/in zu achten ist;
2.       zu dokumentieren, was die Schule für die Entwicklung und Erziehung der Schüler/innen leistet, und dies den betreffenden Schülern/innen und Eltern mitzuteilen;
3.       zur Förderung der Kontinuität des Erziehungsprozesses zwischen Kindergarten, Grundschule und Mittelschule beizutragen.
Die laufende Bewertung der Unterrichtsergebnisse in den einzelnen Klassen und der Schülerleistungen ist gemeinsame Verpflichtung aller für den Unterricht mitverantwortlichen Lehrkräfte. Sie stützt sich auf die Jahresplanung der Klasse und auf die systematische Beobachtung der Schüler/innen.
Die Lehrpersonen machen sich ein Bild von den Lernvoraussetzungen ihrer Schüler/innen, aber auch vom Umfeld, in dem die Kinder zu Hause und in der Schule leben und lernen. Sie legen die Erziehungs- und Unterrichtsziele fest und informieren auch die Eltern in groben Zügen über die grundlegenden Ziele dieser Klasse.
Im Verlauf des Schuljahres beobachten sie die Entwicklung der Kinder und deren Lernfortschritte sorgfältig; sie überprüfen laufend den jeweiligen Lernstand durch gezielte Übungen und Gespräche, durch schriftliche Arbeiten und durch kurze Arbeitsproben. Ihre Beobachtungen zu den einzelnen Lernbereichen und die Ergebnisse der verschiedenen Schülerarbeiten vermerken sie im Lehrerregister und im Bewertungsbogen. Durch innere Differenzierungen bemühen sie sich, alle Schüler/innen nach ihren Fähigkeiten bestmöglich zu fördern. Diese systematische Vorarbeit erleichtert die Gesamtbewertung am Ende eines jeden Halbjahres.
Die Vereinbarung gemeinsamer Ziele und die Planung von Fördermaßnahmen für einzelne Schüler/innen bzw. Schülergruppen erfolgt auf Grund einer regelmäßigen Reflexion, die der Klassenrat alle zwei Monate vornimmt (Verifizierung). Das entsprechende Protokoll wird im Planungsordner des Teams, bzw. im Ordner der Klasse abgelegt. Maßnahmen, die einzelne Schüler/innen betreffen, werden im Lehrerregister und gegebenenfalls im Bewertungsbogen festgehalten.

Bewertungskriterien des Lehrerkollegiums

·        Die Fachgruppen erstellen anhand des Lehrplans und der Planungshilfen die grundlegenden Kompetenzen für die einzelnen Fachbereiche.
·        Die erweiterten Kompetenzen werden von jeder Lehrperson individuell festgelegt. Als erweiterte Lernziele gelten:
1.         die Übertragung und Anwendung der grundlegenden Kompetenzen auf ähnliche Aufgaben oder Situationen;
2.         die Übertragung und Anwendung der grundlegenden Kompetenzen auf neue Aufgaben und Situationen: Dabei kommen Interesse, Begabung, Kreativität, Können usw. eines jeden Kindes zum Tragen.
 
·        Für die Einschätzung des Annäherungsgrades an die einzelnen Kompetenzen gelten folgende Kriterien:
1.          die Häufigkeit, mit der Kompetenzen erreicht werden;
2.          die Sicherheit in der Aufgabenbewältigung;
3.          der Grad an Selbständigkeit bzw. das Ausmaß der Hilfestellung;
4.          der Zeitaufwand;
5.          der Lernfortschritt im bestimmten Zeitraum;
6.          der Einsatz und die Aktivität im Unterricht;
7.          die Heftführung (gefällige Gestaltung, sauberes Schriftbild, Vollständigkeit, ...)
·        Die Bewertung bei der Schlussbewertung hat kollegial zu erfolgen.