Gewerkschaftsversammlungen:

Alle Lehrpersonen mit befristetem und unbefristetem Lehrauftrag haben das Recht, während der Dienstzeit ohne Gehaltskürzung an Gewerkschaftsversammlungen teilzunehmen (10 Stunden pro Schuljahr).

Der Antrag der Gewerkschaft um Durchführung einer Gewerkschaftsversammlung wird an den Direktor der betroffenen Schule gerichtet, an der Anschlagtafel für Gewerkschaftsinformationen veröffentlicht und mittels Rundschreiben des Direktors den Lehrpersonen kundgetan.

Lehrpersonen, welche an der Gewerkschaftsversammlung teilnehmen, müssen eine schriftliche Erklärung über die Teilnahme abgeben. Diese Erklärung ist nicht widerrufbar und wird für die Berechnung der 10 Stunden herangezogen.
Der Direktor setzt die Tätigkeit jener Klassen aus, deren Lehrpersonen die Teilnahme an der Gewerkschaftsversammlung erklärt haben und informiert die Schülereltern schriftlich über den Ausfall des Unterrichtes.
Lehrpersonen, die an der Versammlung nicht teilnehmen, müssen ihren Unterricht regulär abhalten.
 

Streik:

Alle Lehrpersonen mit befristetem und unbefristetem Lehrauftrag haben das Recht, sich an Streikaktionen zu beteiligen (ganztägiger Streik, Stundenstreik mit entsprechendem Lohnabzug, aber Anerkennung für die Laufbahn).
Streikaktionen der Lehrpersonen verfolgen das Ziel, Forderungen in arbeits- und besoldungsrechtlichen Belangen mit besonderem Nachdruck einzufordern. Keineswegs soll es ein Ziel sein, Eltern und Kinder zu verunsichern und über diese Verunsicherung möglicherweise Lücken in der Beaufsichtigung von Minderjährigen zu riskieren.
Aus genannten Gründen wird nachfolgende Vorgehensweise angewandt:
Ø  Streikaufrufe der Lehrergewerkschaften SGB/CISL Schule/Scuola, AGB/CGIL und SSG Südtiroler Schulgewerkschaft im ASGB werden mit eigenem Rundschreiben des Schuldirektors allen Schulstellen zugesandt, alle anderen Streikaufrufe werden an der Anschlagtafel der Schuldirektion ausgehängt.
Ø  Zugleich ersucht der Direktor alle Lehrpersonen um eine freiwillige Mitteilung, ob sie am Streik teilnehmen oder nicht.
Ø  Aufgrund dieser freiwilligen Mitteilungen informiert der Direktor alle Schülereltern 5 Tage vor dem ausgerufenen Streik über die Dauer und Form des Streiks und den Unterrichtsausfall in den betroffenen Klassen.
Ø  Das gesamte Personal, das im Dienst ist (freier Tag ausgenommen) und nicht am Streik teilnimmt, muss zum Zeitpunkt des Unterrichtsbeginnes an der Schule anwesend sein (wegen Vorverlegung von Unterrichtsstunden).
Ø  Mögliche Unterrichtsverkürzungen müssen den Eltern / Erziehungsberechtigten bekannt sein, ansonsten dürfen die Kinder aus der Schule nicht entlassen werden.