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Das Profil der Schule
 

Unsere Schule ist als Schulsprengel organisiert

Unser Schulsprengel vereint sechs Grundschulen und eine Mittelschule in einer Organisation. Die Kinder der Grundschulen besuchen nach der fünften Klasse die Mittelschule „Michael Pacher“. Die zwei Grundschulen „Msgr.Tschurtschenthaler“ und „Lüsen“, die nicht zu unserem Sprengel gehören, entsenden ebenso ihre Kinder in die Mittelschule „Michael Pacher“.

Sämtliche Vorhaben, Projekte, Fortbildungen, Schwerpunktsetzungen, die Curricula uam. richten sich an ein einziges Lehrerkollegium von der 1. bis zu 8.Klasse. Der Schulsprengel garantiert dadurch Erziehungskontinuität und ein durchgängiges Unterrichtskonzept.

 

Schul- und Unterrichtsentwicklung prägen unsere Schulkultur

In Abständen von zwei bis drei Jahren einigt sich der gesamte Sprengel auf einen

Bildungsschwerpunkt.

Dieser wird im Vorfeld von den Koordinatorinnen für das Schulprogramm und der Direktorin mit geeigneten Instrumenten über die Lehrkräfte, Schüler/innen und/oder die Eltern (den Elternrat) erhoben. Der Bildungsschwerpunkt sieht in regelmäßigen Abständen in itinere oder am Ende eine interne Evaluation vor. Der Schwerpunkt besteht  somit aus einer eingehenden Forschungstätigkeit: vor der Festlegung desselben, während der Umsetzung und in der Evaluationsphase.

Die Bildungsschwerpunkte wurden über einen Beschluss des Lehrerkollegiums und des Schulrates im Schulprogramm verankert und somit zur Aufgabe für alle Lehrenden und der Rechenschaftslegung verpflichtet.

Allesamt dienten und dienen der Qualitätssteigerung und – sicherung und orientieren sich am Qualitätsrahmen der Schule in Südtirol.

Ein Großteil dieser Vorhaben mündete in ein Produkt, das entweder den Lehrenden selbst oder aber den Schülerinnen und Schülern als Wegbegleiter, Ratgeber oder als Planungsinstrument dient.

Mehrfach sind unsere Schulentwicklungsprojekte mit dem Förderpreis der „Stiftung Sparkasse“ ausgezeichnet worden.

 

Die Wahl des Bildungsschwerpunkts

erfolgt aus verschiedenem Anlass. Dabei handelt es sich beispielsweise um

-        ein gesellschaftlich relevantes Ereignis

-        eine neue Gesetzgebung

-        eine besondere Notwendigkeit der Schülerinnen und Schülern

-        ein besonderes Bedürfnis der Eltern

-        neue didaktische Modelle

-        besondere Formen der Erziehung

 

Die schulinterne Fortbildung für Lehrkräfte und/oder Eltern

Der Bildungsschwerpunkt wird mit schulinternen Fortbildungsveranstaltungen eingeleitet, begleitet und/oder unterstützt; sie richten sich in erster Linie an die Lehrkräfte, beziehen aber auch die Eltern mit ein.

 

Arbeitsgruppen, Projekte, Experten von außen und Literatur

Der Schwerpunkt schlägt sich ebenso in den Arbeitsgruppen nieder. Diese verhelfen dem Schwerpunkt zu höherer Konkretisierung. Überdies findet er nicht selten in verschiedene Projekte seinen Niederschlag.

Der gezielte Ankauf von passender Literatur und Software und verschiedene Experten von außen arbeiten dem Schwerpunkt ebenso zu.

Der Bildungsschwerpunkt wird den Eltern und dem Umfeld zu Beginn des Schuljahres 

-        über das Mitteilungsheft

-        über die Homepage

-        während der Elternabende und

-        in den Klassenratssitzungen mitgeteilt;

den Schülerinnen und Schülern selbst von den einzelnen Fachlehrern zu Beginn des Schuljahres.

 

Die prägenden Bildungsschwerpunkte der vergangenen Jahre

 

A. Schuljahre 2004 - 2006: „Selbstständig lernen durch den Aufbau von Lernkompetenzen“

Dieser Schwerpunkt hat das Lernen selbst zum Inhalt und geht davon aus, dass eine der Hauptaufgaben der Lehrer/innen darin besteht, Kinder zu beobachten und demzufolge zu erkennen, wie sie im Lernen am besten unterstützt werden können. Die entsprechende Broschüre enthält die Medienkompetenzen, die Memorierungskompetenzen, Lesemethoden, uam. Die einzelnen Lehrkräfte des Klassenrates erarbeiten alljährlich diese Kompetenzen und übernehmen persönlich für 1- 2 dieser die Verantwortung.

Die Themen aus der Endres – Mappe konkretisieren die Arbeit an den Lernkompetenzen im Unterricht. (siehe Planungsordner).

 

B. Schuljahre 2006 - 2008: „Die Freiarbeit“

als Ausdruck für eine Unterrichtsgestaltung, welche in einer vorbereiteten Umgebung (mit reichhaltigen Materialien zum selbstorganisierten Arbeiten ausgestattet) passgenaue Angebote anbietet, die Individualität des Kindes respektiert und begabte wie weniger begabte Kinder zum selbstständigen Arbeiten veranlasst. Das Arrangement macht es möglich, dass die Lehrkräfte mit einzelnen Kindern arbeiten und/oder den Schülern und Schülerinnen eine unmittelbare Rückmeldung geben. In der Phase der Freiarbeit haben die Schüler/innen bezüglich der Fächer und Inhalte, ihren Interessen und Sozialformen, der Zeit und der Lernmethode eine mehr oder minder große Wahlfreiheit. Viele Lehrer/innen unserer Schulen bieten den Heranwachsenden neben dem gebundenen Unterricht eine bestimmte Unterrichtszeit für eine fachspezifische Freiarbeit oder bieten diese als Team ein- oder mehrere Male pro Woche an. Der Klassenrat einigt sich auf eine bestimmte Organisationsform der Freiarbeit.

 

C. Schuljahre 2008 - 2011: „Sprache - Mathematik/ Naturwissenschaften“

geht davon aus, dass die Mathematik im Alltag des Menschen ist, allzu oft aber als abstrakter, schwer zu verstehender Bereich wahrgenommen wird. Die entsprechende Broschüre listet mathematische Themen auf, welche in jedem Fach bearbeitet werden können, erfasst die besondere Sprache der Mathematik und macht den Sinn der Mathematik einsichtig. Der Klassenrat arbeitet u.a. auf der Grundlage der vom Kollegium erstellten Broschüre „Mathematik und Sprache“ (siehe Planungsordner) und einigt sich auf eine bestimmte Vorgehensweise.

 

D. Schuljahre 2009 - 2010:  das „Lerntagebuch (LTB)“

Das LTB erleichtert die Arbeit der Lehrer/innen und der Schüler/innen und ist in erster Linie eine Möglichkeit der Selbsteinschätzung der Schüler/innen und liefert die Beschreibung der zu erreichenden Kompetenzen. Mögliche Vorgehensweisen beim Einsatz des LTB

a. Die Lehrkräfte sprechen zu Beginn eines Unterrichtsabschnitts mit den Schüler/innen über die Lernziele (die Kompetenzen), die sie mit Ihrer Hilfe erreichen sollen und machen somit sichtbar, um was es geht. Am Ende des Unterrichtsabschnitts lassen sie die Selbsteinschätzung vornehmen. Dabei liegt der erzieherische Schwerpunkt in der Einschätzung der eigenen Fähigkeiten, die schrittweise aufgebaut werden. Die Schüler/innen reflektieren:     Was kann ich?                        Was habe ich gelernt?

Die Lehrkräfte korrigieren gegebenenfalls und kommen bei größeren Abweichungen mit den einzelnen Schüler/innen ins Gespräch.

b. Nach Abschluss einer Lerneinheit regen die Lehrkräfte die Schüler/innen während des Unterrichts die Selbsteinschätzung der erreichten Kompetenzen vorzunehmen. Dabei begleiten die Lehrkräfte sie, indem sie die Selbsteinschätzung mit den eigenen  Beobachtungen vergleichen.

c. Rückblick am Ende des Semesters: die Lehrkräfte geben den Schüler/innen den Auftrag, die Selbsteinschätzung vorzunehmen und vergleichen anschließend mit den eigenen Beobachtungen.

d. Die Schüler/innen führen das LTB selbständig, die Lehrkraft nimmt ab und zu die eigenen Einträge vor und spricht bei größeren Abweichungen mit einzelnen Schülern und Schülerinnen.

 

E. Schuljahre 2009- 2010: „Gezielte Förderung der Sprachkompetenz“

Die Seite „Sprachkompetenz fördern“ (Anlage I/3 im Planungsordner) bietet einige Ideen zur konkreten Förderung der Schüler/innen mit geringen Kenntnissen der Landessprachen.

Eine Person des Klassenrates wird von der Direktorin zur Koordinatorin, dem Koordinator für die Schüler/innen mit geringen Sprachkenntnissen ernannt.

Das Schulamt hat das Formular „individueller Bildungsplan“ für Schüler/innen mit Funktionsdiagnose, mit klinischem Befund und für jede mit dauerhaften oder zeitweisen besonderen Bildungsbedürfnissen ausgearbeitet. Aufgrund der Beobachtungen legt der KR fest, in welchen Fächern die Differenzierung vonnöten ist. Diese Lehrkräfte sind für die gezielte Planung und Differenzierung des Unterrichts verantwortlich und vermerken sie laufend im persönlichen Register.

 

F. Schuljahre 2011 - 2014 Das Lesen

stellt einen klassischen „fächerübergreifenden“ Bereich dar und wird von allen Fachlehrern und Fachlehrerinnen gleichermaßen Ernst genommen. Das Lesen (ausgehend von einem erweiterten Leseverständnis, in Bezug auch auf das Lesen in digitalen Medien) ist die Grundvoraussetzung für das schulische Lernen und erhöht die Wahrscheinlichkeit im Beruf weiter zu kommen. Es vermittelt das Wissen an sich, hilft dem Menschen Lebensfreude, Phantasie und Kreativität zu entwickeln und erweitert den Wortschatz und die Denkfähigkeit.

Die Teilziele Leseanimation, Lesetraining und Leseerziehung/literarische Bildung sind für das Erreichen der Lesekompetenz gleichwertig und werden gleichzeitig erworben.

Zumal die Heterogenität im Bereich des Lesens wie in allen anderen Bereichen groß ist, geht jeder Lese- Förderung eine präzise Diagnostik voraus, wofür verschiedene Unterlagen wie beispielsweise das „Lese – screening“ dienlich sind. Die Anlagen I/1 (Planungsordner) enthalten einige Anregungen für die konkrete Umsetzung, sowie das Ringheft „10 x 10 Leseanregungen“.

 

G. Schuljahr 2012 - 2013: Soziale Kompetenzen stärken

Die Lehrkräfte überlegen sich, wie sie vom Beginn des Schuljahres an die Bildung einer guten Klassen – bzw. Lerngemeinschaft anbahnen können. Sie halten die Ideen schriftlich fest und einigen sich darauf, diese von allen Beteiligten verbindlich umzusetzen und regelmäßig zu reflektieren. Das Team stellt sich eingangs die Fragen:

-        Was streben wir in Bezug auf das Sozialverhalten und die Arbeitshaltung der Kinder an?

-          Was erwarten wir uns von den Kindern (äußere Ordnung, Umgang mit den Schulsachen, Umgang mit den Mitmenschen im Sinne einer gewaltfreien Kommunikation…)

-        Wie können wir das erreichen? ( Erarbeitung der Schulordnung!)

-        Wie erklären wir Kindern nicht deutscher Muttersprache die Regeln?

Umsetzungsmöglichkeiten siehe Anlage „Die Sozialkompetenzen der Schülerinnen und Schüler“ im Planungsordner der Klasse. – Materialien finden Sie auf  der Website www.iqesonline.net/ Der Zugang erfolgt über: Benutzername: Mittelschule - Passwort: M.Pacher

 

H. Schuljahre 2014 - 2016: Der sprachsensible Unterricht

begleitet den Sprengel nunmehr seit zwei Jahren. Vorraussetzung dafür ist, dass alle Lehrerinnen und Lehrer das Basiswissen im Bereich des sprachsensiblen Fachunterrichts erwerben und dadurch zum Ausdruck bringen, selbst „sprachsensibel“ zu sein. Sie achten im Besonderen auf die mündlichen und schriftlichen Erklärungen und Aufträge. Zudem sind sie im Besonderen für die Sprache ihres Faches sensibel, wissen, dass erst die Sprache das Lehren und Lernen im Fach ermöglicht, sind sich darüber im Klaren, dass ein enger Zusammenhang von Fach und Sprache beim Lernen besteht, dass das Fach für die Erweiterung des Wortschatzes und der grammatikalischen Strukturen genutzt werden kann, dass das Fach gleichzeitig in der Sprache und mit der Sprache gelehrt wird und bewusst das Fachlernen, Sprachlernen und Kommunizieren verbindet. Sie treiben das gezielte Üben im sprachsensiblen Fachunterricht an. Als wertvolle Unterlage dienen die beiden Bücher von Josef Leisen „der sprachsensible Sachunterricht“, welche an allen Schulstellen aufliegen.

 

Zu unserer Schulkultur gehören ebenso die nachstehenden „Haltungen“

Bewegung und Sport

stärken Körper und Seele der Kinder. Obgleich die Stundentafeln nur ein bis zwei Wochenstunden Sport vorsehen, nimmt die Bewegung in unseren Schulen einen hohen Stellenwert ein. So setzen wir alles daran, das Schwimmen und Eislaufen einzuplanen, die Wanderungen und die Teilnahme an Wettkämpfen für besonders begabte Schüler/innen.

Jede Schule verfügt über eine Sporthalle oder einen Bewegungsraum, jede Klasse über die Bewegungstafeln, die täglich regelmäßig durchgeführt werden.

Die Grundschulen von Milland und St.Andrä, sowie die Mittelschule haben einen Vertrag mit der „Bewegungsschule des AVS“ abgeschlossen, nach dem die Trainer des Vereins das Wahlangebot gestalten und von der Schule mit finanziert werden.

 

Begabungs- und Begabtenförderung

Für den Zugang zu Begabung fördernden Maßnahmen bestehen für alle Lernenden dieselben Chancen. Besondere Begabungen werden erkannt und individuell gefördert.

Die Lehrpersonen ermöglichen mit ihrer stärkenorientierten Haltung einen Begabung fördernden Unterricht. Sie fördern begabte Schüler/innen innerhalb der Klasse durch spezielle Maßnahmen, wie offene Fragestellungen, differenzierte Aufgabenstellung, Freiarbeit, Niveaugruppen, Enrichment–Angebote usw. und ermöglichen es, dass begabte Schüler/innen während des Unterrichts auch außerhalb der Klasse oder in einer höheren Klasse arbeiten und lernen. Sie führen eigene Projekte durch und ermöglichen im Extremfall das „Überspringen“ einer Klasse.

Die Lehrpersonen organisieren Begabten fördernde Angebote auf Schulebene (Wahlpflichtbereich, Wahlbereich, Projekte) und unterstützen die Teilnahme an außerschulischen Förderangeboten (Sommerakademie, Wettbewerbe, Olympiaden, Musikschulen, Sportvereinen…). Die Lehrpersonen nehmen an Fortbildungsveranstaltungen zum Thema der Begabungs- und Begabtenförderung teil.


Die gegenseitige Hospitation

zählt ebenso zur SCHILF. Im Vorfeld sprechen sich zwei Personen ab. Es ist ratsam, sich auf einige wenige Aspekte zu einigen, die vom Hospitanten beobachtet werden sollen. Dies kann sein:

-        die Sprache der Lehrerin: Wortschatz, Klarheit...

-        die Fähigkeit der Beobachtung und der entsprechenden Reaktionen auf das Verhalten

-        die verwendete Didaktik

-        Arbeitsformen

-        Humor

-        Tempoverluste, Leerläufe

-        Regeln und Rituale

Eine seriöse gegenseitige Hospitation hat eine große Effektstärke. Die wertschätzende und ehrliche Rückmeldung führt zum Ausbau der Professionalisierung weiter. Auch Videoaufzeichnungen werden für die gegenseitige Hospitation eingesetzt. Diese wird in der Folge gemeinsam analysiert.  Im Schlussbericht ist jede Lehrkraft dazu aufgerufen zu erklären, bei wem sie wann hospitiert hat.​