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FACHRICHTUNG KUNST

 

 Grundsätzliches

 

Die Einführung des Kunstzuges findet ihre Begründung darin, dass es glücklicherweise immer noch sehr viele Kinder gibt, die mit großer Freude kreativ arbeiten wollen. Die Ausdrucksmöglichkeiten in diesem Fach sind so vielfältig, wie auch die Themen, Techniken und Materialien vielfältig sind. Diesem Bereich näher zu kommen, der lediglich die Gesamtkultur eines jungen Menschen vervollständigen soll, ist die Aufgabe des Kunstunterrichts.

Voraussetzungen

 Kinder, die diesen Schwerpunkt wählen, müssen keine besondere Begabung mitbringen, wohl aber ein gewisses Interesse für diesen Bereich und Freude am kreativen Arbeiten. Alle künstlerischen Arbeitstechniken lassen sich bis zu einem gewissen Punkt von jedem erlernen. In diesem Fach gibt es die Möglichkeit, bei gleicher Themenstellung breitgefächert zu differenzieren, sodass auch wirklich begabte Kinder die ihnen zustehende Förderung erfahren. Eine Aufnahmeprüfung ist nicht vorgesehen.

Zielsetzungen   

  • Die Neigungen der Kinder in diesem Bereich sollen erkannt und bewusst gefördert werden.
  • Der theoretische Bereich (Bildbetrachtung, Farbenlehre, Stilkunde, Kunstgeschichte.) soll, teilweise durch eine fixe Unterrichtseinheit, ausgebaut werden und so den Schülerinnen und Schülern ein größeres Spektrum eröffnen.
  • Das Arbeiten im großen Kunstraum verlangt Eigeninitiative und Eigenverantwortung, da während der praktischen Arbeit viel Bewegung und Kommunikation entsteht (Wasser wechseln, Materialien und Utensilien holen, aufräumen usw.). Dieser Lernprozess kommt der Persönlichkeit des Jugendlichen zugute.
  • Nicht zuletzt soll auch die Begeisterung für ein Lieblingsfach die Freude am „Schule gehen" fördern. 

Präsentation

Es ist geplant, in bestimmten Abständen eine kleine Werkschau zu organisieren. Die Orte hierfür können wechseln, wie zum Beispiel: Aula der Schule, Innenhof der Schule, Kunsthaus Meran, Theater in der Altstadt, St. Nikolaus-Saal, Stadtmuseum „Palais Mamming“, Altersheim, Krankenhaus, Kurmittelhaus, …

Bei dieser Gelegenheit wird auch eine Vernissage stattfinden und die Schüler erschließen dabei museumspädagogische Vorgänge.

Das Kennenlernen von kunsthistorischen Inhalten wird durch die Begegnung von Originalen vor Ort gefördert und und erleichtert. Deshalb werden im Laufe der drei Mittel-schuljahre mehrere, mehrstündige Lehrausgänge, eintägige Lehrausflüge und mehrtägige Lehrfahrten durchgeführt.

Unter anderen können folgende durchgeführt werden:

- Museumsbesuche:
  • St.Prokulus mit Museum in Naturns,
  • Palais Mamming und Kunsthaus in Meran,
  • Museion in Bozen,
  • Hofburg mit Diözesanmuseum in Brixen
  • Dom, Diözesanmuseum und Palazzo delle Albere, in Trient,
  • Arte Sella in der Val di Sella/Borgo Valsugana,
  • Mart in Rovereto,
  • Tempio Canoviano di Possagno mit Gipsothek in Possagno bei Bassano del Grappa,
  • Ferdinandeum, Hofkirche, Bergiselmuseum, und Schloss Amras in Innsbruck
  • Pinakothek der Moderne, Lembachhaus und Kunsthistorisches Museum in München,
  • u.a.

- Atelier-, Werkstatt- und Schulbesuche:

  • Bronzegießerei in Marling,
  • Glockengießerei und Glasmalerei in Innsbruck,
  • Glasbläserei auf Murano bei Venedig,
  • Kunstschule in Sankt Ulrich/Gröden,
  • Kunstschule Trient,
  • u.a.
- Stadtrundgänge:
  • durch das mittelalterliche Meran
  • durch das Meran der Jahrhundertwende
  • durch das faschistische Bozen
  • durch Altbozen
  • durch Trient, Rovereto, Innsbruck, Verona, Venedig, München u.a.

- Klassenfahrten:

Es ist auch möglich, dass während der drei Mittelschuljahre ein bis zwei mehrtägige Klassenfahrt, mit Zielen die der Ausrichtung des Kunstzuges entsprechen, durchgeführt werden können. Zum Beispiel: nach München, Venedig, Ravenna (mit Mosaikwerkstatt), Salzburg, Florenz, Turin, Ahrntal u.a.

 

Die Kunst allein ist Bürge für menschliche Unsterblichkeit

(Friedrich Hebbel 1813-1863)


 

 Stundenplan

 

Wichtige Schwerpunkte

1.  Klasse
4 Wochenstunden

  • Malerische und graphische Grundtechniken
  • unter Anleitung: experimentell-kreatives Arbeiten
  • Kunstgeschichte: In Etappen und mit praktischen Arbeiten begleitet, von den frühen Formen der Kunst der Jungsteinzeit bis zur frühchristlichen Kunst

2.  Klasse
4 Wochenstunden

  • Plastische Arbeiten, auch experimentell (mit Ton, Gips, Draht, Pappmache und mehr...)
  • verschiedenste graphische Arbeiten (mit Tinte, Tusche, Bleistift, Kugelschreiber, …)
  • Kunstgeschichte: vom Mittelalter bis zum Barock

3.  Klasse
5 Wochenstunden

  • Themen in Zusammenhang mit räumlicher Vorstellung, Perspektive, optische Täuschungen,...
  • verschiedene Drucktechniken
  • experimentelle Mischtechniken
  • Kunstgeschichte: von von der Kunst des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart.