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Disziplinarordnung des SSP Meran Stadt​

 

 

 Lehrerkollegiumsbeschluss Nr. 3 Schuljahr 2016-2017 vom 25.10.2016

 
Die Disziplinarordnung dient dazu, die Rechte der Schülerin/des Schülers und aller Mitglieder der Schulgemeinschaft zu sichern und das Leben und Lernen in der Gemeinschaft zu regeln.Wertschätzender Umgang ist von hohem erzieherischen Wert und auch Voraussetzung für eine konstruktive und qualitätvolle Zusammenarbeit.

Erfolgreiches Lernen setzt Mitarbeit, Konzentration und in bestimmten Unterrichtsphasen Ruhe und Ordnung voraus.


Die Disziplinarmaßnahmen zielen darauf ab, das Verantwortungsbewusstsein der Schüler und Schülerinnen zu stärken; sie sollen zu korrektem Verhalten innerhalb der Gemeinschaft führen.
Bei der Verhängung von Strafen ist vom Prinzip der Sinnhaftigkeit und Angemessenheit auszugehen und das Gespräch mit Schülern/Schülerinnen und Eltern zu suchen.

  • Respekt vor dem Schüler/der Schülerin
  • Wertschätzung und Wohlwollen
  • positive Verstärkung
  • das Gespräch unter vier Augen
  • klare Weisungen

verhindern viele Disziplinprobleme im Vorfeld.

1. Eintragung ins Elternheft

Folgende Regelverletzungen werden im Mitteilungsheft (und im Lehrerregister) vermerkt, wenn sie trotz Ermahnung bzw. Aufforderung, dies zu unterlassen, geschehen:

  • häufiges Vergessen von Unterschriften;
  • ständiges Herausrufen, Kommentieren, Nichteinhalten der Gesprächsregeln;
  • Werfen von Gegenständen (Briefen, Papierfliegern, Tafeltüchern etc.);
  • unnötiges Verlassen des Platzes, ständiges Stuhlreiten;
  • Kaugummikauen, Essen während des Unterrichts;
  • Spielen und Hantieren mit nicht zum Unterricht gehörenden Gegenständen;
  • unnötiges Trödeln beim Stundenwechsel, nach der Pause;
  • Verlachen und Verspotten von Mitschülern; Unterdrucksetzen von Mitschülern;
  • Nichtbefolgen von Anweisungen der Lehrpersonen oder anderer in der Schule beschäftigter Personen;
  • freche Bemerkungen.

Die Eltern unterschreiben jeden Vermerk im Elternheft. Der Klassenrat kann eine Eintragung in das Klassenregister beschließen und entsprechende Disziplinarmaßnahmen setzen, sofern keine Besserung eintritt.

2. Eintragung ins Klassenregister

Schwerwiegende Regelverletzungen ziehen eine Eintragung im Klassenregister nach sich:

  • Handynutzung im Schulhaus, Schulareal, bei der Schulmensa
  • bewusstes Provozieren; Sabotieren des Unterrichts;
  • Arbeitsverweigerung;
  • unerlaubtes Verlassen des Klassenzimmers oder der Schule, des Pausenhofs und der unterrichtsbegleitenden Veranstaltungen;
  • mutwillige Beschädigung von fremdem Eigentum, sofern nicht sofort die Bereitschaft zur Wiedergutmachung gezeigt wird;
  • Rauchen, Trinken von alkoholischen Getränken in der Schule, im Schulgelände und bei unterrichtsbegleitenden Veranstaltungen;
  • Nichtbefolgen von Anweisungen einer Begleitperson bei Lehrausgängen und Lehrausflügen;
  • Beleidigung von Lehrpersonen;
  • jegliche Art von bewusster Gewaltanwendung gegenüber Mitschülern/Mitschülerinnen und Lehrpersonen;
  • Fälschen von Unterschriften;
  • Diebstahl;

Alle Klassenbucheintragungen werden den Eltern schriftlich mitgeteilt. Das Sekretariat schreibt die Verständigung; die für die Eintragung verantwortliche Lehrperson und die Direktorin unterschreiben gemeinsam den Brief an die Eltern.

3. Ausschlüsse

In der Grundschule werden Ausschlüsse aus der Schulgemeinschaft nur dann beschlossen, wenn „Gefahr für die Unversehrtheit von Personen besteht“ (Art. 5 Absatz 12 der Schüler- und Schülerinnencharta)
In Absprache mit dem Klassenrat bzw. dem Teilkollegium nach einem Gespräch mit den Eltern und nach Mitteilung an die Schuldirektorin kann der Schüler/die Schülerin in Fällen von groben oder fortgesetzten Fällen von Unterrichtsstörung, Arbeitsverweigerung oder Ungehorsam kurzfristig und kurzzeitig auch in einer anderen Klasse untergebracht werden.
Dieser Ausschluss aus der Klassengemeinschaft wird im Klassenbuch mit genauer Angabe des Zeitraums, der Gastklasse bzw. Lehrperson und des Grundes der Maßnahme auf der Klassenbuchseite „Disziplinarmaßnahmen“ festgehalten

Für die Mittelschule gilt folgende Grundsatzregelung:
„Der zeitweise Ausschluss aus der Schulgemeinschaft kann nur in Fällen schwerer oder wiederholter Disziplinverstöße verhängt werden und zwar höchstens für fünfzehn Tage.“ (Art. 5 Absatz 10 der Schüler- und Schülerinnencharta)

Liegen drei Klassenbucheintragungen vor (bei sehr schwerwiegenden Regelverstößen genügt auch schon eine Eintragung), wird der Schüler/die Schülerin für einen Tag aus der Klassengemeinschaft oder der Schulgemeinschaft ausgeschlossen. Bei jedem weiteren Ausschluss wird die Dauer um einen Tag erhöht.

In Fällen von besonders gravierenden oder anhaltenden Disziplinproblemen kann der Klassenrat auch den Ausschluss aus schulbegleitenden Veranstaltungen, von Projekten, von schulergänzenden Tätigkeiten und zusätzlichen schulischen Angeboten beschließen.

Sollte der Schüler/die Schülerin offensichtlich und nachgewiesenermaßen nicht bereit oder fähig sein, das Verhalten zu verbessern, wird für die Ausschlussbestimmung der Faktor 3 angewandt

(1. Ausschluss 3 Tage; 2. Ausschluss 6 Tage; 3. Ausschluss 9 Tage etc.)

Gegen die schriftliche Verfügungen der Direktorin

  • über einen eintägigen oder mehrtägigen Ausschluss aus der Schulgemeinschaft
  • über einen Ausschluss von schulergänzenden oder schulbegleitenden Tätigkeiten/Angeboten

kann innerhalb von 5 Tagen nach Erhalt der entsprechenden Mitteilung (Einschreiben mit Rückantwort oder Zustellung durch Schulpersonal) Rekurs bei der schulinternen Schlichtungskommission eingereicht werden. Die Disziplinarstrafe wird bis zum Entscheid der Schlichtungskommission ausgesetzt.