IV.    Unsere Schule – ein Ort der Entwicklung

 

1. Fortbildung

Die wissenschaftlichen Erkenntnisse der Lernpsychologie und die Weiterentwicklung der Unterrichtskonzepte und – methoden fordern eine permanente Fortbildungstätigkeit. In Fortbildungsveranstaltungen können Lehrpersonen die Gelegenheiten zur Reflexion der eigenen Unterrichtspraxis und neuer theoretisch-innovativen Lehransätze nutzen.

Dazu stehen ihnen Seminare und Kurse aus dem Landesplan der Fortbildung und dem Fortbildungsplan des Bezirks „Bozen und Umgebung“ zur Auswahl.

Eine Arbeitsgruppe des Schulsprengels erarbeitet jedes Jahr ein schulinternes Fortbildungsangebot. Dabei orientiert sie sich an dem mehrjährigen Fortbildungskonzept, sowie an den Wünschen der Arbeitsgruppen und Lehrpersonen.

Auch die konkrete Planung der Veranstaltungen erfolgt durch die Arbeitsgruppe Fortbildung.

Die Fortbildung für die Schülereltern hingegen wird vom Elternrat bzw. von der Untergruppe geplant. Die Direktion unterstützt die Eltern bei der Organisation und Umsetzung.

Zum Fortbildungsplan 

2. Pädagogischer Tag

Ein Pädagogischer Tag fand am 28.10. 2011 für das gesamte Personal des SSP Ritten statt. Das Angebot zielte vor allem auf einen angemessenen Umgang in der Situation und Kommunikation  bei unerwarteten Notfällen. Nach einer kurzen Einführung in den Pädagogischen Tag durch Herrn Direktor Hilber und die Schulstellenleiterin der GS Lengmoos, Ruth Lang, sprach die Hauptreferentin Dr. Ruth Warger zum ThemaDer Umgang mit Krisen an unserer Schule: Tod und Trauer, Scheidung und Trennung, Krankheit, Gewalt… Überforderung oder Herausforderung? Am Nachmittag fanden Workshops zu unten angeführten Themen statt. Jede Lehrperson nahm an 2 Workshops teil. Die Rückmeldungen zum Pädagogischen Tag waren durchwegs positiv und lohnend- eine Initiative, die weitergeführt werden sollte. 

 
 
Thema
Schwerpunkt- Inhalte
Referent/in
1
Tod und Trauer
Perspektive einer Lehrkraft
Umgang mit Reaktionen der Schüler/innen, der Eltern sowie das Achten auf eigene Bedürfnisse
Dr. Ruth Warger
Notfallpsychologin
2
Mit Schüler/innen über Tod und Trauer sprechen
Materialien für den Unterricht kennen lernen
Einblick in den Notfall-koffer des SSP Ritten
Ruth Lang
Leiterin des Care-Team SSP Ritten
3
Probleme der Jugendlichen
Auffälligkeiten von Jugendlichen
Hilfe für Deutungen
Dr. Michael Reiner
young& direct
4
„Körperlich oder seelisch krank? Na und!“
Informationen zu den häufigsten Krankheits-bildern im Kindes-Jugendalter.
Welche Auswirkungen haben sie für den Schulalltag?
Informationen über chronische Krankheits-bilder im Erwachsenen-alter.
Welche Unterstützung kann die Schule/ die Lehrer den Kindern in diesen spezifischen
Situationen geben?
Dr. Doris Gatterer
Amtsärztin
5
Scheidung/Trennung-
Reaktionen von Kindern, Umgang mit Kindern und Eltern
Reaktionen von Kindern erklären, Möglichkeiten im Umgang mit Kind und Eltern aufzeigen-Fallbeispiel
Dr. Romy Piscopo
Notfallpsychologin
6
Gewalt
Welche Möglichkeiten und Grenzen gibt es, wenn es darum geht, Gewalt in der Schule vorzubeugen bzw. zu reduzieren?
Dr. Lukas Schwienbacher
Forum Prävention

 

3. Schulinterne Evaluation

Die Schulautonomie eröffnet uns Handlungsspielräume, damit wir vor Ort Bedürfnissen entsprechen und Probleme lösen können. Mehr Entscheidungsfreiheit bedeutet, dass wir auch Verantwortung für das eigene Handeln übernehmen. Evaluation bietet die Grundlage für Praxisreflexion und Steuerung der Schulentwicklung.

Die Schulprogrammarbeit erfordert von Anfang an eine begleitende Evaluation, um die Sinnhaftigkeit von Zielsetzungen und Angeboten und die Wirksamkeit der umgesetzten Maßnahmen zu überprüfen.

Evaluation bietet die Möglichkeit, Selbstreflexionsprozesse in Gang zu setzen und eine Feedbackkultur aufzubauen.

Auf dieser Grundlage kann pädagogisches und organisatorisches Handeln der Schule allen Beteiligten transparent gemacht werden auch im Sinne der Rechenschaftslegung, wie sie laut Art. 16 des Autonomiegesetzes eingefordert wird.
Um die Qualität an den Schulen des Schulsprengels Ritten zu beobachten und gegebenenfalls zu verbessern, wird eine jährliche schulinterne Evaluation im Sinne des Art. 16, Abs. 2 des Landesgesetzes Nr. 12 vom 29. Juni 2000 zur Autonomie der Schulen durchgeführt. Dazu machen die Schulstellen zu Beginn jeden Schuljahres eine Ansprechperson für diesen Bereich namhaft.
Orientierung für die Themenfindung geben die sechs Qualitätsbereiche: 
  •        Lehren und Lernen
  •        Schulkultur und Schulklima
  •        Beziehungen nach außen
  •        Schulführung und Verwaltung
  •        Professionalität und Personalentwicklung
  •        Ergebnisse

Durch eine schulinterne Evaluation kommen didaktische und organisatorische Aspekte zur Sprache. Die Ergebnisse dienen der Diskussion über die Qualität des Unterrichts und der Unterrichtsorganisation sowie der Festlegung von Maßnahmen zur Schulentwicklung und organisatorischen Veränderungen.